Seit 2023 widmet sich Christian Manss der Frage, wie Malerei Landschaft erfahrbar macht. Seine Bilder entstehen frei, ohne Vorlagen; die scheinbaren Landschaften sind Erfindungen, die aus Farbflächen, Brüchen und Bewegungen hervorgehen. Manss arbeitet in durchscheinenden Schichtungen und nutzt das gezielte Auswaschen von Farbe als formenden Eingriff: Wasser löscht nicht, sondern öffnet neue Bildräume, in denen Aufbau und Erosion miteinander ringen.
In diesen offenen Feldern tauchen abstrakte, teils geometrische Formen auf, die eigene Impulse setzen und Strukturen akzentuieren. So entsteht ein wechselhaftes Gefüge aus Fläche, Geste und Rhythmus. Die oft poetischen Titel dienen weniger der Beschreibung als der Orientierung – lose Begriffe, die Assoziationen wecken, ohne konkrete Orte zu benennen.
Statt reale Landschaften darzustellen, entwickelt Manss Bildräume, die zwischen Andeutung und Vorstellungskraft schweben. Seine Malerei versteht Landschaft als Konstruktion: als Denkraum, der sich beim Betrachten formt und zugleich wieder entzieht.
Ausstellungszeitraum: 23. Januar bis 10. Mai 2026
Ausstellungsort: Städtische Galerie Dresden