Die Ausstellung „Roger Melis“ präsentiert über 130 Werke des gleichnamigen Fotografen (1940–2009) und bietet einen umfassenden Einblick in sein Porträt- und Reportagewerk. Im Fokus stehen seine berühmten Porträts von Schriftsteller*innen und Künstler*innen, die das Bild der ostdeutschen Kultur prägten.
Noch bis zum 23. November öffnet die Biennale von Venedig ihre Türen. Mit dem Motto „Intelligens. Natural. Artificial. Collective“ widmet sich die diesjährige Biennale von Venedig dem Thema Klimawandel. Kuratiert durch Carlo Ratti beschäftigen sich die ausgestellten Kunstwerke mit Nachhaltigkeit, Abfallreduzierung, Regeneration unserer natürlichen Systeme und Verantwortung der Architektur für ein harmonisches Zusammenleben zwischen Mensch und Natur.
Vom 10.–14. September 2025 feiert Berlin die Vielfalt der Gegenwartskunst mit einem fünftägigen Kunstfestival. Es warten Ausstellungen, Performances, Talks und Filmprogrammen in der ganzen Stadt. Die Berlin Art Week markiert den Auftakt der Kunstsaison für Berliner*innen und internationales Publikum.
An drei Ausstellungsorten in Dresden werden ab dem 6. September Arbeiten von William Kentridge präsentiert. Das sammlungsübergreifende Ausstellungsfestival findet anlässlich des 70. Geburtstags des Künstlers statt. Kentridges Schaffen ist stark vom südafrikanischen Apartheidregime geprägt und thematisiert universelle Fragen von Unterdrückung, Ausgrenzung, Aufbegehren und Selbstermächtigung.
Die Dresdner Malerin Katja Tomzig erkannte schon als Kind, dass es mehr gibt, als das Auge sieht. „Als vor 20 Jahren Harry Potter und der Halbblutprinz erschien, las ich das ganze Wochenende durch“, erinnert sie sich. Dabei entdeckte sie an einem mit Farbflecken übersäten Blatt Papier verschiedene Wesen und hielt sie mit Buntstiften fest. Seitdem bleibt dieses Portal offen, und sie sieht in bröckeligen Wänden und Flecken die Bewohner*innen.
Die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen kauft jährlich zeitgenössische Kunstwerke, um Künstler*innen in entscheidenden Phasen ihrer Karriere finanziell zu fördern und ihre Arbeiten der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Nominierung und Auswahl der Kunstwerke erfolgt durch den unabhängigen Fachbeirat für Bildende Kunst sowie den Vorstand der Kulturstiftung. Dabei liegt der Fokus auf Werken, die im Freistaat Sachsen geschaffen wurden.
Das ibug-Festival, ein bedeutsames Event für urbane Kunst in Europa, findet in einem ehemaligen Krankenhaus in Chemnitz statt. Zum 20. Mal verwandeln die Veranstalter*innen ein stillgelegtes Areal in ein Festivalgelände mit Kunst, Workshops, Talks und Musik. Das Areal wurde ursprünglich als Presto-Werke errichtet und später von der Auto-Union AG genutzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es in ein Krankenhaus umgewandelt, das über fünf Jahrzehnte medizinische Versorgung leistete. Seit der Schließung 1997 steht der Komplex leer.
Franziska Klotz widmet sich in ihrem Zyklus »sur-faces« der Darstellung junger Menschen, inspiriert von Selfies und Fotos, die diese online teilen. Klotz’ Werke zeigen die Selbstinszenierungen von Jugendlichen, neu interpretiert durch Klotz‘ malerische Perspektive. Der Titel »sur-faces« ist eine Anspielung einerseits auf die glatten Oberflächen von Smartphones, andererseits auf die Gesichter der meist weiblichen Protagonistinnen.